Neuerungen & Reform der Fahrausbildung
Die aktuell diskutierte Reform der Fahrausbildung sieht massive Einschnitte vor – unter anderem:
- eine mögliche Aufhebung der Präsenzpflicht im Theorieunterricht
- die Einführung der Laienausbildung im Rahmen des begleiteten Fahrens
- die Reduzierung der Anzahl der besonderen Ausbildungsfahrten
- die Verkürzung der praktischen Prüfung
- und eine Reduktion des Theoriefragenkatalogs
Diese Maßnahmen schwächen bewährte Strukturen und gefährden die Verkehrssicherheit.
Als Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer setzen wir uns deshalb geschlossen dafür ein, die Qualität der Ausbildung zu schützen.
Unsere Botschaft ist klar: Kein Pfusch an Fahrschülern – keine Experimente auf unseren Straßen!
Die Kernbotschaften:
- 1.000 km Laienausbildung bedeuten 1.000 km Hoffnung statt Können!
- Regierung will’s billiger – wir wollen es sicher!
- Kein Pfusch an Fahrschülern!
Qualitätsverlust in der Ausbildung
- Mehr Fahrstunden wegen weniger Theoriewissen
- Absenkung pädagogischer Standards
- Defizitäre Kompetenzvermittlung
Erhöhte Risiken im Straßenverkehr
- Mangelnde Fahrkompetenz
- Steigendes Unfallrisiko
- Gefährdung der Allgemeinheit
Belastung für Fahrschüler
- Höhere Durchfallquoten – Keine Struktur der Ausbildung
- Teure Prüfung-Wiederholungen
- Existenzielle Unsicherheit
- Sichere Leistungsbewertung: Umfassende und aussagekräftige Prüfung für ein realistisches Bild des Könnens.
- Fundiertes Fachwissen: Vermittlung des vollständigen, wissenschaftlich basierten Fragenkatalogs für maximale Regelsicherheit.
- Pädagogischer Dialog: Verbindliche Präsenzpflicht im Unterricht zur gezielten Förderung und Sicherung des Lernerfolgs.
- Gezielte Gefahrenschulung: Verpflichtende Sonderfahrten unter Realbedingungen, um auf Landstraßen und Autobahnen und bei Dunkelheit sicher zu bestehen.
- Qualifizierte Profi-Anleitung: Fachgerechte Ausbildung durch staatlich anerkannte Fahrlehrer mit pädagogischem Know-how.
- Verantwortungsbewusstsein: Gezielte Wertevermittlung und Reflexion des eigenen Verhaltens zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.
- Fahrprüfung light: Reduzierung auf nur noch 40 Minuten Mindestprüfzeit, was eine seriöse Leistungsbewertung unmöglich macht.
- Wissenslücken: Streichung von etwa 30 % des fachlich fundierten Fragenkatalogs, wodurch essentielles Basiswissen verloren geht.
- Anonymer Fernunterricht: Reine Online-Theorie ohne pädagogische Präsenz und ohne die Möglichkeit zum direkten Austausch.
- Verzicht auf Großteil der Sonderfahrten: Teilweiser Wegfall der lebenswichtigen Nacht-, Autobahn- und Überlandfahrten.
- Risikoreiche Laienausbildung: 1.000 km Privatfahrten ohne professionelle Anleitung, was die Weitergabe von Fahrfehlern fördert.
- Werteverlust: Einseitiger Fokus auf Regelwissen statt auf die Ausbildung verantwortungsbewusster Verkehrsteilnehmer.